Mozart

Skurrile Geschichten IV

Mozart: Genie, Leidenschaft und das Rätsel seines Lebens

Wolfgang Amadeus Mozart, geboren am 27. Januar 1756 in Salzburg und im Alter von nur 35 Jahren in Wien verstorben, zählt zu den bedeutendsten Komponisten der Musikgeschichte. Trotz seines kurzen Lebens hinterließ er ein beeindruckendes Werk und faszinierte durch seine außergewöhnliche Persönlichkeit und sein unermessliches Talent.
Schon im Kindesalter zeigte sich Mozarts musikalisches Genie. Mit vier Jahren begann er Klavier zu spielen und komponierte im Alter von fünf Jahren bereits seine ersten Stücke. Auch die Geige beherrschte er früh mit einer Präzision, die seinesgleichen suchte. Mit zwölf Jahren erhielt er seinen ersten Opernauftrag. Eine seiner besonderen Fähigkeiten war das absolute Gehör, das es ihm ermöglichte, jeden Ton genau zu erkennen und korrekt einzuordnen.
Mozart war nicht nur für seine Musik, sondern auch für seine kreativen Ideen bekannt. Ein Beispiel hierfür ist das Musikalische Würfelspiel, eine Methode, bei der durch Würfeln Musikstücke erstellt wurden – ein beliebter Zeitvertreib im 18. Jahrhundert. Darüber hinaus war er eng mit der Natur verbunden und schrieb sogar ein Gedicht für sein Haustier, einen Singvogel. Die Familie Mozart hielt in ihrem Haus am Makartplatz keine gewöhnlichen Haustiere wie Hamster oder Goldfische, sondern Singvögel, was gut zu Mozarts musikalischer Natur passte.
Sein Leben war jedoch nicht nur von Musik geprägt. Er war für seine offenen und manchmal derben Worte bekannt. Ein Beispiel hierfür ist sein berühmter sechsstimmiger Kanon „Leck mich im Arsch“ aus dem Jahr 1782. Auch in seinen Briefen nahm er kein Blatt vor den Mund und äußerte sich etwa abfällig über Salzburg und den dortigen Erzbischof.
Mozart war zudem für seine Vorliebe für Frauen bekannt. Seine spätere Frau Constanze lernte er in Mannheim kennen, und obwohl Mozarts Vater sie als „Luder“ bezeichnete, heiratete er sie dennoch. In einem seiner Briefe scherzte er, dass er wohl 200 Frauen hätte heiraten müssen, wenn er all jene ehelichen sollte, mit denen er gespaßt hatte. Auch kulinarisch hatte Mozart klare Vorlieben, darunter Sauerkraut mit Leberknödeln.
Ein weniger bekannter Aspekt seines Lebens war seine Liebe zum Billardspielen sowie seine eher geringe Körpergröße – Quellen nennen Größen zwischen 156 cm und 163 cm. Damit teilt er diese Eigenschaft mit Angus Young, dem Gitarristen der Band AC/DC.
Mozart erlebte auch bedeutende Begegnungen, etwa mit Johann Wolfgang von Goethe, der den sechs Jahre jüngeren Mozart 1763 bei einem Konzert in Frankfurt sah. Goethe beschrieb Mozart später als ein „unerklärliches Wunder“.
In den letzten Wochen seines Lebens äußerte Mozart jedoch große Besorgnis um seine Gesundheit. Er war überzeugt, dass ihm Gift verabreicht worden sei, und sagte seiner Frau Constanze während eines Spaziergangs im Wiener Prater: „Gewiß, man hat mir Gift gegeben.“ Für diese Vermutung gibt es jedoch keine dokumentierten Belege, und heutige Experten vermuten, dass eine virale Halsentzündung zu seinem frühen Tod führte.
Mozarts Leben war ein faszinierendes Zusammenspiel von musikalischen Höchstleistungen, persönlichen Eigenarten und einem tragischen Ende, das bis heute viele Fragen offenlässt. Seine außergewöhnliche Begabung und Persönlichkeit machen ihn zu einer unvergessenen Ikone der Musikgeschichte.